Geschichte

Vor ihrem Dasein als Köche, waren die Ottavianos Zimmerleute sowie eine der ältesten Familien von Trabucchi-Erbauern der gesamten Halbinsel.
Nach den Forschungsergebnissen des Historikers Pietro Cupido, der aus den Abruzzen stammt, sollen sie sogar gemeinsam mit einer weiteren historischen Familie von Trabuccisten aus Peschici, der Familie Fasanella, die Ahnen des garganischen Trabucco, das aus der nahen Region Abruzzo sozusagen exportiert wurde, gewesen sein.
Laut Cupido war der erste Ottaviano, der mit einem Trabucco in Zusammenhang gebracht wird, Giovanni Battista, der auch der Aufseher eines der ersten auf dem Gargano entstandenen Konstruktionen im Jahr 1925 im nahen Lesina war.
1927 vervollständigen Battista und sein Sohn Carlo das Trabucco unterhalb des Torre des Monte Pucci und errichteten im folgenden Jahr ein eigenständiges Trabucco in Rodi Garganico.
1936 baut Battista Letzteres wieder ab, um es in Punta Sfinale neu aufzubauen, wo es zehn, an Fischfang reiche Jahre, bleibt und danach an einen anderen Platz unterhalb des Rupe di Peschici transferiert wird.
Einige Jahre zuvor, 1930 wurden Battista und seinem Söhn bereits die Konstruktion des Trabucco von Punta Gusmai übertragen. 1931 beschäftigte er sich mit dem Aufbau eines Trabuccos auf Punta San Nicola, dessen Alleinbesitzer nach dem Tod seines Vaters und dessen Mitbesitzers, Carlo wird.
Um die Arbeit seines Vaters Carlo fortzusetzen, kehrt Mimi nach erfolgreichen Jahren in Kanada mit seiner Ehefrau Lucia im Jahr 1965 nach Peschici zurück und bringt neuen Schwung in das alte Trabucco seines Vaters.
Als Mimí all die heißen Sommertage auf dem Trabucco verbrachte, begegneten ihm immer mehr Touristen, die von seiner Fischfangkonstruktion begeistert waren.
Auf Betreiben seiner Ehefrau war ihm bald klar, dass sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen durften und sie eröffneten eine kleine Bar.
Zuerst gab es nur erfrischende Getränke, doch dann bemerkte Lucia die Beharrlichkeit der wissbegierigen Urlauber, die ihren Mann beim Fischen zuschauten und sie begann, die frisch gefangenen Fische sowie ein Gericht mit Orecchiette und die berühmten gefüllten Melanzane (Auberginen) zuzubereiten.
Heute ist das Altrabucco eine Hochburg des Genusses.
Am Herd stehen die beiden Söhne Mario und Carlo, während sich Schwiegertochter Rossella und die Enkel Domenico und Vincenzo sich um die Bedienung kümmern
Trotz all dem bleiben jedoch die gefüllten Melanzane (Auberginen) die Spezialität von Lucia, während der geheimnisvolle Mimí vor dem Kamin sitzend, ein Auge auf den Wetterbericht, das andere auf das Netz im Meer gerichtet-immer bereit ist, Ihnen mitreißende Geschichten vom wunderbarem Fischfang und furchterregenden Unwettern zu erzählen.